Kormorane – es gibt kaum ein Tier, mal ausgenommen vom Wolf, welches so polarisiert, wie der Kormoran. Angler, Fischer und die Teichwirtschaft fürchtet die schwarzen Fischfresser, Ornithologen und Naturschützer feiern seine Rückkehr und massenhafte Vermehrung als Erfolg. Ich sehe diese Vögel als winterliches Fotomotiv, wunderschöne Vögel, welche ihrem natürlichen Instinkt folgend, auch viel Schaden verursachen können. Und wie fast alles, was in der Natur aus dem Ruder läuft, durch Steilvorlage des unvollkommenen Menschen.

Kormoran1

In strengen Wintern ist es möglich, die Tiere aus nächster Nähe sogar in der Stadt zu beobachten. Die sonst übliche Fluchtdistanz – auch bedingt durch die massive Bejagung der Vögel – schrumpft auf wenige Meter und so gelingen sonst unmöglich geglaubte Aufnahmen.

Jungvogel und Altvogel

Starkfrost und morgendliche Wintersonne, mehr braucht ein Fotograf nicht. Diese beiden Kormorane, ein Jungvogel mit weißem Bauch und daneben ein Altvogel, trocknen ihr Gefieder nach der Jagd im eiskalten Wasser.

Kormoran mit Barbe 4

Genau diese Bilder sind es, die Kormorane bei Anglern und Fischern so gefürchtet machen. Als Bestandteil der Natur frisst der Kormoran nahezu ausnahmslos nur Fisch. Und wie jedes Raubtier unterscheidet er dabei nicht nach „geschützten“ oder „ungeschützten“ Fischen. Er frisst, was er gefangen hat.

Kormoran mit Barbe

Wer Kormorane lange beobachtet, wird vielleicht das Glück haben, einmal eine erfolgreiche Jagd miterleben zu dürfen. Erstaunlich dabei ist, dass die Vögel mitunter unheimlich große Fische fangen und diese auch im Stück verschlingen. Diese Barbe hier im Kormoranschnabel war gute 50 cm lang und wurde im Ganzen verschlungen.